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Neue Führung bei der GGL: Christian Hochgrebe übernimmt den Vorsitz und steuert die Evaluierung des GlüStV 2021

Frankie Vogel · Aug 14, 2026

Neue Führung bei der GGL: Christian Hochgrebe übernimmt den Vorsitz und steuert die Evaluierung des GlüStV 2021

Blick auf die regulatorischen Entwicklungen im deutschen Glücksspielmarkt mit Fokus auf Online-Casino-Angebote

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder hat mit Wirkung zum 1. Juli 2026 einen neuen Vorsitzenden für ihren Verwaltungsrat eingesetzt, und Christian Hochgrebe übernimmt diese Position von Sandro Kirchner, während sich die Behörde auf die erste umfassende gesetzliche Evaluierung des Glücksspielstaatsvertrags 2021 vorbereitet.

Der Führungswechsel und seine Auswirkungen

Christian Hochgrebe tritt sein Amt in einer Phase an, in der die GGL mehrere zentrale Aufgaben gleichzeitig bearbeitet, und Beobachter aus der Branche verfolgen die Entwicklungen aufmerksam, da der Wechsel mit der Vorbereitung auf die Vertragsprüfung zusammenfällt. Die Behörde koordiniert die Aufsicht über das Glücksspielwesen in allen Bundesländern, während Hochgrebe die strategische Ausrichtung für die kommenden Monate festlegt. Experten haben festgestellt, dass solche Übergänge oft mit einer Neubewertung bestehender Prozesse einhergehen, und in diesem Fall konzentriert sich die Arbeit auf die Bewertung von Werbebeschränkungen, Einzahlungslimits sowie Maßnahmen zum Spielerschutz und zur verantwortungsvollen Spielgestaltung.

Schwerpunkte der Vertragsprüfung

Die Evaluierung des GlüStV 2021 stellt die erste vollständige Überprüfung seit dessen Inkrafttreten dar, und sie umfasst eine systematische Analyse der regulatorischen Rahmenbedingungen für regulierte Online-Casino-Angebote einschließlich Roulette. Forscher und Regulierungsbehörden sammeln Daten zu den Auswirkungen von Werbebeschränkungen, während sie gleichzeitig prüfen, wie Einzahlungslimits und verantwortungsvolle Spielmaßnahmen in der Praxis funktionieren. Die Ergebnisse sollen als Grundlage für mögliche Anpassungen dienen, und die GGL arbeitet dabei mit Vertretern der Bundesländer zusammen, um eine einheitliche Bewertung zu gewährleisten. In August 2026 laufen bereits erste vorbereitende Studien, die sich mit der Kanalisierung legaler Angebote und der Durchsetzung gegen illegale Anbieter befassen.

Analyse der Marktattraktivität für lizenzierte Glücksspielangebote in Deutschland

Ein zentrales Element bleibt die Durchsetzung gegen illegale Betreiber, und die Behörde setzt hier auf verstärkte Kontrollen sowie internationale Kooperationen. Gleichzeitig bemüht sich die GGL darum, die Attraktivität des lizenzierten Marktes zu steigern, sodass Spieler vermehrt auf regulierte Plattformen ausweichen. Daten aus vergleichbaren Regulierungsprojekten in anderen Regionen zeigen, dass klare Rahmenbedingungen und effektive Schutzmechanismen die Akzeptanz legaler Angebote erhöhen können, und die bevorstehende Evaluierung soll genau solche Erkenntnisse liefern.

Einordnung in den europäischen Kontext

Die Arbeiten der GGL stehen im Einklang mit breiteren europäischen Bestrebungen zur Harmonisierung von Glücksspielregulierungen, und Berichte der Europäischen Kommission zu grenzüberschreitenden Herausforderungen bieten hier zusätzliche Orientierung. Weitere Details zu EU-weiten Initiativen verdeutlichen, wie nationale Evaluierungen in einen größeren Rahmen eingebettet sind. Die Prüfung des GlüStV 2021 berücksichtigt zudem Erkenntnisse aus akademischen Studien, die sich mit den Auswirkungen von Werbebeschränkungen und Einzahlungslimits auf das Spielverhalten beschäftigen, und eine solche Studie des Canadian Institute for Health Research liefert vergleichbare Daten zu verantwortungsvollen Spielmaßnahmen in regulierten Märkten. Zusätzliche Hintergrundinformationen zu internationalen Forschungsansätzen helfen den Verantwortlichen bei der Einordnung der deutschen Ergebnisse.

Vorbereitung und nächste Schritte

Die GGL hat bereits Arbeitsgruppen eingerichtet, die bis Ende 2026 erste Zwischenberichte vorlegen sollen, und diese Gruppen analysieren sowohl quantitative Daten zu Marktanteilen als auch qualitative Rückmeldungen von Verbraucherschutzorganisationen. Hochgrebe betont in seiner neuen Rolle die Notwendigkeit einer ausgewogenen Bewertung, die sowohl den Schutz der Spieler als auch die Wettbewerbsfähigkeit des legalen Angebots berücksichtigt. Die Behörde plant öffentliche Konsultationen, um Meinungen von Branchenvertretern und Betroffenen einzuholen, während sie gleichzeitig die technische Infrastruktur für eine effizientere Überwachung illegaler Angebote ausbaut.

Fazit

Die Übernahme des Vorsitzes durch Christian Hochgrebe markiert den Beginn einer intensiven Phase für die GGL, in der die Evaluierung des GlüStV 2021 im Mittelpunkt steht, und die Behörde verfolgt dabei parallel die Ziele einer wirksamen Durchsetzung gegen illegale Anbieter sowie einer Stärkung des lizenzierten Marktes. Die Ergebnisse der Prüfung werden voraussichtlich im Jahr 2027 vorliegen und als Entscheidungsgrundlage für künftige regulatorische Anpassungen dienen.