
Die gemeinsame Bewertung des Glücksspielstaatsvertrags 2021 läuft derzeit in allen 16 Bundesländern und konzentriert sich darauf, ob die festgelegten Maßnahmen ihre Ziele erreichen. Dazu zählen das monatliche Einzahlungslimit von 1000 Euro, der maximale Einsatz von einem Euro bei Automatenspielen sowie die Steuer in Höhe von 5,3 Prozent auf den Einsatz. Die Prüfung soll bis zum 31. Dezember 2026 abgeschlossen sein und liefert Daten zur Kanalisierung der Spieler auf lizenzierte Angebote sowie zum Spielerschutz.
Alle Bundesländer koordinieren die Evaluierung, die sowohl quantitative Zahlen zur Nutzung lizenzierter Plattformen als auch qualitative Aspekte des Spielerschutzes einbezieht. Behörden sammeln Berichte über die Wirksamkeit der Limits und der Steuerregelung, während sie gleichzeitig Entwicklungen auf dem Schwarzmarkt beobachten. Experten aus den Landesbehörden tauschen sich dabei regelmäßig aus, um ein einheitliches Bild der Situation zu gewinnen.
Im Mai 2026 liegen bereits erste Zwischenergebnisse aus mehreren Ländern vor, die zeigen, wie sich die Kanalisierungsquote entwickelt hat. Diese Daten fließen in die Gesamtauswertung ein, die alle 16 Länder gemeinsam abstimmen müssen. Die beteiligten Stellen nutzen dabei etablierte Meldesysteme, um Spielaktivitäten und Lizenzierungsstände zu erfassen.
Der Vertrag sieht ein begrenztes Angebot an Online-Casinospielen vor, wobei Roulette und weitere Tischspiele nur in wenigen lizenzierten Varianten verfügbar sind. Diese Einschränkung führt dazu, dass einige Spieler auf nicht lizenzierte Anbieter ausweichen. Die Evaluierung erfasst genau diese Verschiebungen und prüft, inwieweit die strengen Regeln die Kanalisierung behindern oder fördern.

Branchenverbände und Regulierungsbehörden haben in den vergangenen Monaten den Dialog intensiviert, um praxisnahe Erkenntnisse in die Bewertung einzubringen. Diese Gespräche liefern Informationen darüber, wie sich die Steuerbelastung und die Einsatzgrenzen auf das Angebot auswirken. Die Ergebnisse fließen direkt in die Entscheidungsfindung für mögliche Anpassungen ein.
Beobachter gehen davon aus, dass die Prüfung vor allem gezielte Änderungen vorschlagen wird, anstatt grundlegende Reformen des gesamten Vertrags. Solche Anpassungen könnten einzelne Limits oder Meldepflichten betreffen, während die Kernstruktur des GlüStV 2021 erhalten bleibt. Die beteiligten Länder betonen, dass sie auf Grundlage der erhobenen Daten handeln wollen.
Die Berichte zeigen auch, dass die Zusammenarbeit zwischen Aufsichtsbehörden und Wirtschaftsvertretern in den letzten Monaten verbessert wurde. Diese Entwicklung ermöglicht einen schnelleren Austausch relevanter Statistiken und erleichtert die Erstellung des Abschlussdokuments bis zum Stichtag im Dezember 2026. Die endgültige Bewertung wird anschließend den Landesparlamenten zur weiteren Entscheidung vorgelegt.
Die laufende Evaluierung des GlüStV 2021 liefert bis Ende 2026 eine umfassende Datenbasis zu Einzahlungslimits, Einsatzgrenzen und Steuerwirkungen. Alle 16 Bundesländer tragen dazu bei, dass die Ergebnisse die tatsächliche Marktsituation widerspiegeln. Die gewonnenen Erkenntnisse dienen als Grundlage für mögliche präzise Nachjustierungen im bestehenden Regelwerk.